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beim Sonderforschungsbereich/Transregio 63

"Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen" (InPROMPT)

Der Sonderforschungsbereich befasst sich mit der Nutzung von Mehrkomponenten-Lösungsmittelsystemen mit steuerbaren Eigenschaften zur Durchführung chemischer Prozesse mit flüssigen Mehrphasensystemen. Für diese Prozessentwicklung werden ein Bottom-Up-Ansatz und ein Top-Down-Lösungsansatz miteinander kombiniert und umgesetzt. Der Bottom-Up-Ansatz beruht auf der Reaktion und führt zum ganzheitlichen Prozess. Der Top-Down-Lösungsansatz leitet individuelle Prozessanforderungen aus allen möglichen Prozessvarianten ab. Hierbei wird nicht nur der Reaktionsschritt betrachtet, sondern im Sinne einer ganzheitlichen schnellen Verfahrensentwicklung der gesamte Prozess vom Rohstoff bis zum Reinprodukt. Unter Beachtung der genannten integrierten Prozessentwicklung werden neue Methoden zur

- präzisen Identifikation von kinetischen Parametern und thermodynamischen Eigenschaften,
- optimalen Gestaltung der Grundoperationen für Reaktion und Trennung
- und beschleunigten Prozessentwicklung und –optimierung

entwickelt. Diese methodischen Untersuchungen werden mit Hilfe der Hydroformylierung, bzw. Hydroesterifizierung von langkettigen Olefinen und Oleoverbindungen als Modellreaktionen durchgeführt. Hierzu werden drei verschiedene Phasensysteme (thermomorphe oder mizellare Lösungsmittelsysteme sowie Pickering Emulsionen) eingesetzt. Wir wollen bestehende Kenntnislücken  durch einen den Gesamtprozess umfassenden integrierten Forschungsansatz schließen, um damit das Tor für eine neue Klasse chemischer Produktionsprozesse, insbesondere auf Basis nachwachsender Rohstoffe, zu öffnen.

Der Sonderforschungsbereich gliedert sich in drei Projektbereiche, zu deren Bearbeitung experimentelle und theoretische Methoden aus den Fachdisziplinen Technische Chemie, Thermodynamik, Verfahrenstechnik und Systemtechnik eingesetzt und weiterentwickelt werden. In Projektbereich A werden anhand repräsentativer Stoffsysteme die chemisch-physikalischen Grundphänomene untersucht. Darauf aufbauend werden im Projektbereich B einzelne Prozessschritte sowie Teilsequenzen für chemische Umsetzungen und Stofftrennungen erforscht. Deren Vernetzung zu effizienten Gesamtprozessen erfolgt im Projektbereich C in optimaler Weise.

Am Sonderforschungsbereich/Transregio 63 sind mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin, der Technischen Universität Dortmund, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme beteiligt.


Die Einstein Stiftung Berlin bewilligt ein Visiting Fellowship für den SFB an Prof. Dr. Dieter Vogt. [Mehr]